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Powerstation-Rechner

Wähle aus, was versorgt werden soll. Der Rechner nennt den Tagesbedarf in Wattstunden und die gleichzeitige Last in Watt — und sagt, welche Stationen beides schaffen.

Zwei Zahlen entscheiden, und sie stehen in verschiedenen Zeilen des Datenblatts: die Kapazität in Wattstunden bestimmt, wie lange etwas läuft, die Dauerleistung in Watt, ob es überhaupt anläuft. Eine Station mit viel Kapazität und schwachem Wechselrichter scheitert an der Kaffeemaschine, obwohl sie rechnerisch tagelang durchhält.

Die Watt- und Stundenangaben sind Richtwerte für typische Haushaltsgeräte – Ihr konkretes Gerät kann abweichen, maßgeblich ist die Zahl auf dem Typenschild. Der Rechner verlangt bewusst zwei Eingaben pro Gerät, weil eine Powerstation an beidem scheitern kann: an der Leistung in Watt, wenn zu viel gleichzeitig dranhängt, und an der Kapazität in Wattstunden, wenn es zu lange dranhängt.

Wattstunden und Watt – warum beide Zahlen zählen

Auf jedem Karton stehen zwei große Zahlen, und sie bedeuten etwas völlig Verschiedenes. Die Wattstunden (Wh) sagen, wie viel Energie im Akku steckt – also wie lange. Die Watt (W) sagen, wie viel gleichzeitig herausdarf – also wie viel. Die AFERIY 1800W 1024Wh nennt beides im Namen; viele Angebote betonen nur die Wattzahl. Wer „2000 W“ liest und einen ganzen Tag Strom erwartet, irrt.

Der Wechselrichter frisst rund 15 Prozent

Im Akku steckt Gleichstrom, aus der Schuko-Steckdose kommt Wechselstrom. Diese Umwandlung kostet Energie – rund 15 Prozent sind der übliche Ansatz. Eine Station mit 1.024 Wh auf dem Typenschild bringt Ihre 230-V-Geräte also keine 1.024 Wh weit. Der Rechner oben schlägt diesen Verlust offen auf Ihren Bedarf auf, statt Ihnen später zu erklären, warum die Station früher leer war.

Ein Beispiel: Ein Kühlschrank mit 150 W Richtwert, der acht Stunden am Tag kühlt, braucht 1.200 Wh. Mit dem Wechselrichter-Aufschlag sind es rund 1.410 Wh – das ist die Klasse ab 1.200 Wh, nicht mehr die 1.024-Wh-Mittelklasse.

Drei Dinge, die den Bedarf real senken

  • Nicht alles gleichzeitig. Der Rechner addiert die Leistungen so, als liefe alles zur selben Zeit. Wer den Wasserkocher erst nach der Kaffeemaschine anwirft, kommt mit deutlich weniger Watt aus – an den Wattstunden ändert das allerdings nichts.
  • Verbraucher takten. Ein Kühlschrank kühlt nicht ununterbrochen, ein CPAP-Gerät läuft nicht auf Volllast. Die eingestellten Stunden sind die sichere Annahme, selten der Alltag.
  • Gleichstrom direkt nutzen. Was über USB-C oder den 12-V-Ausgang läuft, geht nicht durch den Wechselrichter – die 15 Prozent entfallen. Ein Laptop am USB-C-Anschluss kostet die Station spürbar weniger als derselbe Laptop am Netzteil in der Schuko-Dose.

Umgekehrt gilt: Sparen Sie nicht an der Kapazität, um genau auf die Zahl zu kommen. Zehn bis zwanzig Prozent Reserve kosten wenig und fangen ab, was ein Datenblatt nicht abbildet – ein Akku altert mit jedem Ladezyklus, und in der Kälte sinkt die nutzbare Kapazität spürbar.

Wie dieser Rechner rechnet

  1. Tagesbedarf = für jedes Gerät Leistung in Watt × Nutzung in Stunden, alles addiert. Das ergibt die Wattstunden, die an einem Tag zusammenkommen.
  2. Gleichzeitige Last = die Summe der Geräte, die zur selben Zeit laufen sollen. Diese Zahl muss die Dauerleistung der Station tragen, unabhängig davon, wie groß der Akku ist.
  3. Beides zusammen entscheidet, welche Stationen infrage kommen — der Rechner zeigt sie direkt an.

Die hinterlegten Watt- und Stundenwerte sind Richtwerte für übliche Haushaltsgeräte. Maßgeblich ist immer das Typenschild deines Geräts; bei Kühlgeräten steht dort oft der Jahresverbrauch statt der Leistung, und der ist die brauchbarere Zahl.

Die Zahl, die auf dem Karton steht, kommt nicht an der Steckdose an

Eine Powerstation mit 1.000 Wh Nennkapazität liefert an der 230-Volt-Dose keine 1.000 Wh. Dazwischen liegen die Verluste des Wechselrichters, der Eigenverbrauch der Steuerung und die Reserve, die das Batteriemanagement nicht freigibt. Je nach Gerät und Last landet man zwischen 10 und 30 Prozent darunter; an den Gleichstromausgängen fällt der Abschlag kleiner aus als an der Steckdose.

Konsequenz für die Rechnung: Plane einen Aufschlag auf deinen Tagesbedarf, bevor du eine Klasse wählst — 20 Prozent für den Alltag, eher 30 für Camping und Notstrom, wo länger am Stück und ohne Nachladen gearbeitet wird. Wer ohne Aufschlag rechnet, kauft systematisch zu klein.

Anlauflast: woran es tatsächlich scheitert

Geräte mit Motor oder Kompressor ziehen beim Einschalten ein Mehrfaches ihrer Dauerleistung — Kühlschrank, Gefriertruhe, Kreissäge, Pumpe. Der Anlaufstrom dauert nur Sekundenbruchteile, aber wenn die Station ihn nicht liefern kann, schaltet sie ab. Zwei Werte im Datenblatt gehören deshalb zusammen gelesen:

  • Dauerleistung — was die Station durchgehend abgeben kann. An dieser Zahl scheitert der Wasserkocher.
  • Spitzenleistung — was sie kurz abgeben kann. An dieser Zahl scheitert der Kühlschrank beim Anlaufen.

Der Rechner weist die gleichzeitige Last getrennt aus, damit dieser Punkt nicht in der Kapazitätsfrage untergeht.

Warum andere Rechner andere Ergebnisse liefern

  • Sie rechnen mit der Nennkapazität statt mit dem, was nutzbar ankommt — siehe oben.
  • Sie nehmen Dauerleistung für Kühlgeräte an. Ein Kühlschrank läuft nicht 24 Stunden durch, sondern taktet. Über den Tag zieht er ein Vielfaches weniger, als die Leistung auf dem Typenschild vermuten lässt.
  • Sie unterschlagen die Anlauflast, weil sie nur Wattstunden addieren und die Dauerleistung gar nicht abfragen.

Vom Ergebnis zur passenden Station

Steht der Bedarf fest, bleibt die Auswahl. Wir vergleichen die Stationen nach Kapazität, Dauerleistung, Zelltyp und Ladezeit — und weisen aus, wo eine Angabe fehlt, statt sie zu schätzen. Zum Vergleich.

Häufige Fragen

Wie viele Wattstunden brauche ich?

Addiere für jedes Gerät Leistung in Watt mal geplante Nutzung in Stunden und schlage einen Puffer drauf: rund 20 Prozent für den Alltag, eher 30 für Camping und Notstrom. Der Puffer ist kein Sicherheitsdenken, sondern deckt die Wandlungsverluste ab — an der 230-Volt-Steckdose kommen 10 bis 30 Prozent weniger an als die Nennkapazität verspricht.

Warum liefert eine Powerstation weniger, als auf dem Karton steht?

Zwischen Nennkapazität und dem, was an der Steckdose ankommt, liegen die Verluste des Wechselrichters, der Eigenverbrauch der Steuerung und eine Reserve, die das Batteriemanagement nicht freigibt. An den Gleichstromausgängen fällt der Abschlag kleiner aus als an der 230-Volt-Dose.

Wie lange läuft ein Kühlschrank an einer Powerstation?

Deutlich länger, als die Leistung auf dem Typenschild vermuten lässt — ein Kühlschrank läuft nicht durch, sondern taktet. Rechne mit dem Jahresverbrauch geteilt durch 365, das ergibt den realistischen Tagesbedarf. Wichtiger als die Kapazität ist hier die Spitzenleistung: Beim Anlaufen zieht der Kompressor ein Vielfaches seiner Dauerleistung.

Was ist der Unterschied zwischen Dauerleistung und Kapazität?

Die Kapazität in Wattstunden bestimmt, wie lange etwas läuft. Die Dauerleistung in Watt bestimmt, ob es überhaupt anläuft. Eine Station mit großem Akku und schwachem Wechselrichter hält tagelang durch, scheitert aber am Wasserkocher. Beide Zahlen gehören zusammen gelesen.

Reicht eine 1.000-Wh-Powerstation für einen Stromausfall?

Für Licht, Router, Handys und einen Laptop reicht sie über einen Tag bequem. Für einen Kühlschrank hängt es am Gerät: Ein sparsamer moderner Kühlschrank kommt mit rund einer Kilowattstunde am Tag aus, ältere Geräte brauchen ein Mehrfaches. Für Wasserkocher, Herd oder Heizlüfter reicht sie nicht — dort scheitert nicht die Kapazität, sondern die Dauerleistung.

Richtwerte geprüft am 10. September 2026. Die Rechnung arbeitet mit typischen Geräteleistungen — maßgeblich ist das Typenschild deines Geräts.

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