Volle Offenlegung: woraus sich unsere Punktzahl zusammensetzt, welche Angaben wir bewusst nicht verrechnen – und was uns bei der Datenerhebung begegnet ist.
Eine Rangliste ist nur so viel wert wie die Regeln dahinter. Deshalb steht hier vollständig, wie jede Zahl auf dieser Seite zustande kommt – einschließlich der Stellen, an denen die Datenlage schlecht war, und derer, an denen wir eine naheliegende Kennzahl bewusst weglassen.
Die Punktzahl setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einer Basis aus den Kundenbewertungen, geglättet nach Bayes, und einem Aufschlag aus vier belegten Gerätewerten. Beides wird addiert und anschließend auf die Skala 84 bis 99 gelegt. Redaktionelle Zuschläge gibt es nicht – kein Gerät bekommt Punkte dafür, dass wir es mögen.
Der Vorfaktor 33 ist der Grund, warum die Sterne schwer wiegen: Zwischen 4,3 und 4,7 geglätteten Sternen liegen rechnerisch 13 Punkte, während die gesamte Technik nur 10 vergeben kann. Das ist gewollt. Wir messen nicht selbst; Kundenbewertungen sind der einzige Kanal, über den echte Nutzung in diese Seite kommt. Ein Datenblatt sagt, was ein Gerät können soll – eine Bewertung sagt, was 1.408 Haushalte damit erlebt haben.
Ein rohes Sternmittel ist irreführend. 4,3 Sterne aus 42 Bewertungen sagen deutlich weniger aus als 4,5 Sterne aus 1.408 Bewertungen – trotzdem stehen sie auf dem Papier fast gleichauf. Wir glätten deshalb nach Bayes: Jedes Gerät startet gedanklich beim Kategoriedurchschnitt, und erst echte Bewertungen ziehen es davon weg.
Wichtig, weil es oft falsch gemacht wird: Eine schmale Bewertungsbasis führt bei uns nie zu einem Nachteil in der Produktkritik. Sie ist kein Contra-Punkt am Gerät, sondern eine Aussage über unsere Datenlage. Sie wirkt ausschließlich hier, in der Wertung.
Der zweite Teil vergibt bis zu 10 Punkte aus genau vier Größen. Alle vier sind aus den Herstellerangaben belegt, alle vier unterscheiden die Geräte sichtbar:
Wattstunden – wie lange die Station durchhält. Der Kernwert, und zugleich das Klassenkriterium.
Watt – was gleichzeitig dranhängen darf. Unabhängig von der Kapazität.
LiFePO4 gegen Lithium-Ionen: rund 3.000 statt rund 500 Ladezyklen. Der größte Hebel für die Lebensdauer.
Tragbarkeit – weniger ist besser. Die Spanne reicht von 1,8 bis 22 kg.
Statt Min-Max normieren wir über Ränge. Ein einzelner Ausreißer würde sonst alle übrigen Geräte zusammendrücken. Fällt bei einem Gerät ein Merkmal aus – wie das Gewicht bei der OUPES Exodus 2400 –, entfällt dieses Merkmal für dieses Gerät, und die übrigen zählen entsprechend mehr. Es wird weder ein Nullwert eingesetzt noch ein Platzhalter erfunden.
Der Preis fließt bewusst nicht in die Gesamtwertung ein: Ein teures Gerät ist nicht automatisch schlechter und ein günstiges nicht automatisch besser. Der Preis steckt ausschließlich in der separaten Preis-Leistungs-Betrachtung – und wird als Preisklasse in €-Zeichen angezeigt, nie als Zahl, weil er sich stündlich ändert.
Die Kapazität ist zugleich das Klassenkriterium. Würden wir sie über das ganze Feld normieren, gewänne automatisch immer der größte Akku – und eine 240-Wh-Station fürs Zelt stünde per Bauart schlechter da als ein 2-Kilowattstunden-Hausnotstrom, obwohl sie für ihren Zweck die bessere ist. Dasselbe gilt fürs Gewicht: 1,8 kg sind in der Kleinklasse gut, in der großen Klasse unerreichbar.
Deshalb tritt jedes Gerät gegen seine Klassenkameraden an, und deshalb küren wir einen Sieger je Klasse statt einen für alle.
| Klasse | Wofür | Sieger | Punkte |
|---|---|---|---|
| bis 300 Wh | Laptop & Handy unterwegs | BLUETTI Elite 30 V2 | 97 |
| 300–1.200 Wh | Wochenende & Camping | BLUETTI Elite 100 V2 – zugleich Testsieger | 99 |
| ab 1.200 Wh | Hausnotstrom & Kühlschrank | AFERIY 2800W | 98 |
Der Testsieger ist bei uns kein redaktioneller Freibrief. Wir vergeben keine Zuschläge, um ein Wunschergebnis herbeizuführen – eine Rangfolge, die der eigenen Datentabelle widerspricht, wäre wertlos.
Testsieger ist die BLUETTI Elite 100 V2 mit 99 Punkten. Sie ist zugleich das punktbeste Gerät des gesamten Vergleichs; Abzeichen und Tabelle sagen also dasselbe. Sie führt die Klasse an, die den häufigsten Bedarf abdeckt, hat mit 4,7 Sternen aus 225 Bewertungen die beste Bewertung ihrer Klasse und bringt 1.024 Wh bei 11,5 kg – dem niedrigsten Gewicht unter allen Stationen dieser Kapazität.
Ein Hinweis, der unabhängig davon gilt: Eine höhere Kapazität ist nicht automatisch besser. Eine 2.232-Wh-Station für Handy und Laptop ist überdimensioniert und vor allem schwer. Die Gesamtwertung sagt, welches Gerät in seiner Klasse am meisten bietet – welche Klasse zu dir passt, entscheidet dein Bedarf.
Die weiteren Abzeichen leiten sich automatisch ab: Preis-Leistung geht an das Gerät mit dem besten Verhältnis aus Punktzahl und Preis – allerdings nur unter denen, die mindestens im oberen Feld liegen und höchstens den Medianpreis kosten. Ohne diese Schranke gäbe die reine Division den Titel immer dem billigsten Gerät, und das ist hier zugleich das schwächste. Wer wenig kostet und wenig taugt, ist nicht preiswert. Bestseller geht an das Gerät mit den meisten Kundenbewertungen unter den übrigen.
Drei naheliegende Kennzahlen bewerten wir bewusst nicht. Das ist kein Mangel dieser Seite, sondern die ehrliche Konsequenz aus einer Datenlage, die sie nicht trägt.
| Angabe | Belegt bei | Warum sie nicht bewertet wird |
|---|---|---|
| Ladezyklen | 9 von 18 | Wo sie steht, ist sie ein starkes Argument. Ihr Fehlen sagt aber nichts über den Akku aus, sondern über die Ausführlichkeit des Verkäufertexts. Wir bewerten deshalb den Akkutyp, der bei 17 von 18 Geräten steht. |
| 230-V-Steckdosen | 7 von 18 | Die meisten Angebote zählen USB, KFZ und Schuko zu „X Ausgängen“ zusammen. Bei zwei Geräten widersprechen sich Titel und Beschreibung sogar direkt (siehe unten). |
| Ladezeit | 11 von 18 | Mal bis 80 %, mal bis 100 %, teils nur mit zusätzlichem Solarertrag oder stärkerem Zubehör. Eine Rangliste daraus wäre eine Rangliste der Messbedingungen. |
Ebenfalls draußen, aber aus einem anderen Grund: die Spitzenleistung. Sie ist bei 12 von 18 Geräten belegt, hält aber Sekunden und sagt über den Alltag wenig. Die Dauerleistung entscheidet.
Alle drei Angaben zeigen wir, wo sie belegt sind – die Ladezeit immer zusammen mit ihrem Bezug, weil sie ohne ihn keine Ladezeit ist, sondern eine Werbezahl.
Unsere Quellenrangfolge innerhalb eines Angebots ist:
Die Attributtabelle steht bewusst zuletzt. Dass das nötig ist, hat diese Erhebung wieder gezeigt:
Zwei Geräte widersprechen sich bei der Zahl der AC-Steckdosen innerhalb desselben Angebots: Die BLUETTI Elite 30 V2 nennt im Titel „6 AC Ausgang“, in der Beschreibung aber insgesamt nur acht Ausgänge. Bei der Dyness 2400W stehen „6 AC-Steckdosen bei 16 Ausgängen“ gegen 13 Ausgänge in Titel und Datenblatt, was rechnerisch auf drei AC führt. Beide Werte sind bei uns deshalb ein „—“.
Auch beim Bezug einer Ladezeit ist Vorsicht nötig: Die OUPES Exodus 2400 bewirbt 50 Minuten – das gilt für Netz plus Solar. Rein am Netz sind es 72 Minuten auf 80 %. Bei AFERIY ist die Ladezeit nur für Netz und Solar zusammen beziffert; dort steht bei uns ein „—“.
Jeder dieser Widersprüche ist mit Gerät, Fundstelle und Entscheidung dokumentiert, zusammen mit dem Erhebungsdatum.
Der Anker SOLIX C300 wird als Powerstation verkauft, hat aber keine einzige 230-V-Steckdose: Die beworbenen 300 W sind der Gesamtausgang über Gleichstrom-Anschlüsse. Damit gehört er in eine andere Produktkategorie und hätte den Vergleich verzerrt – wer eine Powerstation sucht, will in aller Regel ein 230-V-Gerät anschließen können. An seine Stelle ist die Jackery E300D gerückt.
Wenn ein Wert nicht belegt ist, steht dort ein „—“. Wir setzen keinen Schätzwert ein, keinen Klassendurchschnitt und keinen „üblichen Richtwert“. Eine geschätzte Zahl sieht in einer Tabelle exakt so aus wie eine belegte – und genau das macht sie gefährlich.
Am deutlichsten trifft das die OUPES Exodus 2400: Auf ihrer gesamten Produktseite steht kein Gewicht, weder in der Beschreibung noch in der Attributtabelle. Bei einem Gerät mit über zwei Kilowattstunden ist das eine echte Lücke – und sie steht bei uns als Nachteil auf der Karte, weil sie eine Produkteigenschaft ist und keine Schwäche unserer Recherche.
Wir betreiben kein eigenes Testlabor und führen keine eigenen Messungen durch. Wir haben keine dieser Stationen leergefahren, keine Ladezeit gestoppt und keinen Wirkungsgrad gemessen. Das sagen wir offen, weil der Unterschied für dich relevant ist: Wir können belegen, was ein Hersteller angibt, wo er sich selbst widerspricht und wie sich ein Gerät über viele Haushalte hinweg bewährt hat. Wir können nicht belegen, wie viele Wattstunden bei deiner konkreten Last tatsächlich ankommen.
Der Aufschlag von rund 15 Prozent für den Wechselrichter, mit dem unser Bedarfsrechner arbeitet, ist aus demselben Grund als Rechenansatz gekennzeichnet und nicht als Messwert. Er ist der in der Branche übliche Ansatz für die Umwandlung von Gleich- auf Wechselstrom, kein Ergebnis unserer Messung.
Preise und Verfügbarkeit sind Momentaufnahmen vom Erhebungstag und ändern sich laufend. Prüfe beides vor dem Kauf auf der Produktseite.
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Alle 18 Stationen mit ihren belegten Werten – und einem Strich überall dort, wo eine Herstellerangabe fehlt.
Was die einzelnen Werte im Alltag bedeuten, erklären wir in der Kaufberatung.
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